Die Gemeinde Mesquer befindet sich im Süden der Bretagne unterhalb der Mündung der Vilaine, an der Küste des atlantischen Ozeans, im äußersten Nordwesten der Halbinsel von Guérande.
Das Gebiet der Gemeinde wird im Norden durch einen Meeresarm, den "traict" von Mesquer (oder Pen-Bé) begrenzt. Dieser trennt Mesquer von der Gemeinde Asserac. Außerdem gehen von diesem Meeresarm die "étiers" (kleine Kanäle) aus, die die Salzmoore (= "marais salants"), von denen einige noch aktiv bewirtschaftet werden, mit Meereswasser versorgen und tief ins Innere des Landes eindringen
Dieses Ensemble von "marais" und "étiers" ist einer der Bestandteile des Beckens von Mès. Das Gebiet hat eine bemerkenswerte Flora und Fauna, im besonderen viele Nistplätze von Zugvögeln, weshalb der Ort zu jenen 17 Gebieten gehört, die unter dem Schutz von "Ramsar"stehen. Ramsar ist ein internationales Abkommen zur Erhaltung der Vögel, dem Frankreich seit 1986 angehört).
Mit einer Gesamtfläche von 1 672 Hektar erstreckt sich das Gebiet von Mesquer um zwei Hauptorte :
MESQUER. Es ist das historische Zentrum der Gemeinde mitsamt seinem Trabanten, dem kleinen Hafen namens Kercabellec. Der Ort Mesquer wurde früher "petite capitale du sel" (= kleine Hauptstadt des Salzes) genannt und birgt viele Spuren der Vergangenheit. Dabei sind vor allem die alten Häuser, insbesondere die von der Gemeinde renovierte "maison du patrimoine" (= Haus der Heimat), die heute für kulturelle Ausstellungen genutzt wird, zu nennen.
QUIMIAC. Das Seebad Quimiac hat sich im Laufe der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts im Pinienwald entwickelt. Es liegt zwischen dem alten Dorf Mesquer und dem Atlantischen Ozean. Quimiac erstreckt sich vom Kap "pointe de la croix" zum Kap "pointe de Merquel". Die dazwischenliegenden Strände heißen: "Lanséria", "Moulin", "Cabonnais" und "Sorlock".Die jede Woche überwachten Badegewässer, sind von guter Qualität
« A terre et mer fidèle »
(= der Erde und dem Meer treu):
Diese Devise von Mesquer, die auf ihrem Wappen prangt, verdeutlicht sowohl den Ruf des Meeres als auch die Anziehungskraft des Hinterlandes..